Japan setzt auf MEMS – Mikrosystemtechnik hält vielfältig Einzug in Industriebereiche
Quelle: IVAM
Ergänzend zu den Übersichtsvorträgen von Prof. Esashi von der Tohoku Universität und von Prof. Geßner vom Fraunhofer-Institut für elektronische Nanosysteme ENAS, referierten weitere Sprecher über konkrete MEMS-Applikationen: Nobuyuki Asari von Nitta Corporation Nitta Moore Company/Bartels Mikrotechnik, stellte Mikropumpen als aktive Mikrofluidik-Komponente vor. Hidetoshi Nishio berichtete über MEMS-Baugruppen aus seinem Unternehmen Omron Corporation. Dr. Steffen Sinning vom Fraunhofer IPMS referierte über MOEMS als Lichtsteuerungsmodul und Jörg Frömel vom Fraunhofer ENAS in Paderborn stellte die Entwicklung eines innovativen Materials für MEMS als gutes Kooperationsbeispiel zwischen Japan und Deutschland heraus.Heinz-Peter Hippler, Geschäftsführer des IVAM Fachverband für Mikrotechnik, berichtete über MEMS in Gebäuden. Der Weg zu Green-Buildings führt über die Mikrosystemtechnik.
Nach der Naturkatastrophe und ihren Folgen ist das Interesse an gemeinsamen Projekten, Kooperationen und intensivem Austausch ungebrochen und nachhaltig. Der wirtschaftliche Druck und das neue Energiebewusstsein in Japan sind allerorts zu spüren. Beispielsweise wird die Klimatisierung weniger kühl eingestellt und die Leuchtreklamen strahlen nicht mehr ganz so hell. Die japanische Disziplin trägt hier jedoch ihre Früchte: Die staatlich verordneten 15% Energieeinsparung werden bereitwillig von jedem Einzelnen übertroffen. Mit großem Interesse schaut man auf die deutsche Situation zum Atomausstieg und ist gespannt auf die MEMS-basierten Energiesparpotenziale.
Organisiert wurde das Forum von IVAM Fachverband für Mikrotechnik in Dortmund mit Unterstützung vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und des Micromachine Centers in Tokio.
Kontakt: Heinz-Peter Hippler; IVAM
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